Hier ein paar weitere Tipps.  Und weiter unten auch eine Sammlung von allgemein interessanten Vorbild-Fotos. Es geht immer darum, den Blick zu schärfen für Gebrauchsspuren, für Formen und für Farben.

Viele Anregungen findet Ihr im Internet, aber Achtung: Nicht weiter verwenden! Meist sind die Rechte an den Fotos geschützt!


 

In Kürze erscheint hier mein Bericht über die neueste Art der "Begrasung" von Anlagen mit dem Material von MICRORAMA und dem RTS GreenKeeper 55KV. Die Technik ist übungs- und test-intensiv, aber grandios im Ergebnis. Betrachtet Euch einmal die hier nebenstehenden Fotos von MICRORAMA: >>>>>>>>

Ist doch doll, oder?

 

 

Ohne Probleme baut man damit auch Büsche. Als Unterbau braunes Gestrüpp. Aber dann Gras da noch oben drauf???  

 

 

 

 

 

Das hier rechts sind meine ersten Versuche  

                                                                 >>>>>>>>>>>>

Naja! Immerhin steht alles zusammen schon recht hoch (hier z.B. mit einem Preiser-Männchen in 1:22,5  ca. 3 cm hoch), aber der Unterbau ist z.Zt. doch noch recht verfilzt. . . .

Da muss ich wohl noch weiter testen.



Meine Erfahrungen mit dem RTS Greenkeeper 55kV und langen Grasfasern.                                                           Ich habe bisher nur Tests durch geführt.

Ich besitze ein uraltes NOCH Begrasungsgerät. Das hat in seiner Faser-Vorratskammer eine Spiralfeder, an der eine Messingkugel (2cm Durchmesser) befestigt ist. Diese Messingkugel berührt nahezu das vordere Metall-Sieb. Wenn man Spannung einschaltet, dann ist die Messingkugel aufgeladen und bewegt sich in der Faser-Kammer an der Spiralfeder hin und her. Das funktioniert prima, aber nur mit Grasfasern bis 3 mm Länge.

 

Mein 55kV RTS Greenkeeper funktioniert mit 6mm Fasern oder gar noch längeren (12mm von NOCH) Gras-Fasern. Es soll das Problem beheben. Ich bin noch in der Versuchs-Phase.

Herr Hofmann von RTS Greenkeeper erklärte mir die folgende Vorgehensweise: Das Metallblech am Boden der Graskammer ist natürlich die Spannung führende Fläche. Man soll folglich die Grasfasern im Vorratsbehälter erst einmal statisch aufladen, indem man den Aktivierungs-Taster längere Zeit drückt (2 - 4 Minuten), während man das gesamte Gerät so hält, dass die Fasern auf dem Blech aufliegen, also man von oben durch das Gitter in den Vorratsbehälter hineinschauen kann. Danach dreht man den Greenkeeper um und schüttelt - den Taster immer noch gerückt haltend - das Gras durch das Gitter auf die zu begrasende Fläche.

Ich hatte in der Vergangenheit häufig bei RTS angerufen und e-Mails dorthin geschrieben, um Tipps für die Anwendung zu erhalten, denn ich hatte mit der Lieferung des Gerätes keine Bedienungsanleitung bekommen. Eine Antwort erhielt ich nicht. Nun aber gibt es dort Herrn Hofmann.  

Kontakt: office@rts-greenkeeper.de

Herr Hofmann gab mir folgenden Tipp: Die unterste Gras-Ebene unter Verwendung von Beflockungskleber auf die Grundfläche bringen, trocknen lassen. Wenn man darauf aufbauend die Fasern noch erhöhen möchte, diese Fasern mit Haarspray einsprühen und eine weitere Faser-Ebene auftragen (vielleicht dabei eine leicht andere Farbmischung für die Fasern nehmen, denn auch echte Grashalme tragen nicht von unten bis oben die gleiche Farbe. Den Abschluss bildet ein Fixativ-Spray, damit das Haarspray nicht ewig klebt und unablässig Staub anzieht.

 

Wichtiger Hinweis: ich hatte an dieser Stelle bisher über den Versuch berichtet, Beflockungsgeräte zu verwenden, bei denen die Hochspannung quasi per Kabel in ein anderes Gefäß geführt wird.

Von dieser Methode muss ich dringend abraten, sie birgt erhebliche Gefahren, ja sogar LEBENSGEFAHR!!!   Also unter keinen Umständen mehr anwenden!



Statisch aufgeladene Gasfasern streben immer in alle Richtungen auseinander, auch waagerecht.

Weil sich die Fasern gegenseitig abstoßen, streben sie systembedingt immer so sehr in alle Richtungen auseinander, dass die äußeren Fasern platt auf dem Boden liegen.

Ich mache jetzt Versuche mit kleinen Klötzen aus Nylon oder ähnlichem Material, das sich leicht reinigen lässt (Kleber entfernen).  

Damit baue ich bei jedem Begrasen eine Wand um die zu begrasende Fläche herum auf. Dann werden hoffentlich die Fasern, die außen ankommen, auch senkrecht stehen und nicht platt am Boden liegen.

Bitte gern mal per e-Mail Eure Erfahrungen mitteilen. 



Bereits für ganz frühe Planungs-Phasen sollte man sich Maßstabs-Vergleichs-Größen hinlegen. Also z.B. Skizzen von Menschen, Türrahmen, Fenster-Größen, Dachtraufen-Höhen und Häuser-Höhen. Hier unten die gängigen Maßgrößen in 1:32 und in 1:22,5. Jeweils in der Mitte dazwischen die Größe des Vorbildes:

 

    1: 32     Original    1: 22,5
                 
0,16 mm   0,5 cm   0,22 mm
0,31 mm   1 cm   0,44 mm
0,63 mm   2 cm   0,89 mm
0,94 mm   3 cm   1,33 mm
1,25 mm   4 cm   1,78 mm
1,56 mm   5 cm   2,22 mm
1,88 mm   6 cm   2,67 mm
2,2 mm   7 cm   3,1 mm
2,5 mm   8 cm   3,6 mm
2,8 mm   9 cm   4,0 mm
3,1 mm   10 cm   4,4 mm
6,3 mm   20 cm   8,9 mm
9,4 mm   30 cm   1,3 cm
1,3 cm     40 cm   1,8 cm
1,6 cm     50 cm   2,2 cm
1,9 cm     60 cm   2,7 cm
2,2 cm     70 cm   3,1 cm
2,5 cm     80 cm   3,6 cm
2,8 cm     90 cm   4,0 cm
3,1 cm     1,0 m   4,4 cm
3,4 cm     1,1 m   4,9 cm
3,8 cm     1,2 m   5,3 cm
4,1 cm     1,3 m   5,8 cm

 

    1: 32     Original    1: 22,5
                 
4,4 cm     1,4 m   6,2 cm
4,7 cm     1,5 m   6,7 cm
5,0 cm     1,6 m   7,1 cm
5,3 cm     1,7 m   7,6 cm
5,6 cm     1,8 m   8,0 cm
5,9 cm     1,9 m   8,4 cm
6,3 cm     2,0 m   8,9 cm
6,6 cm     2,1 m   9,3 cm
6,9 cm     2,2 m   9,8 cm
7,2 cm     2,3 m   10,2 cm
7,5 cm     2,4 m   10,7 cm
7,8 cm     2,5 m   11,1 cm
8,1 cm     2,6 m   11,6 cm
8,4 cm     2,7 m   12,0 cm
8,8 cm     2,8 m   12,4 cm
9,1 cm     2,9 m   12,9 cm
9,4 cm     3,0 m   13,3 cm
10,9 cm     3,5 m   15,6 cm
12,5 cm     4,0 m   17,8 cm
14,1 cm     4,5 m   20,0 cm
15,6 cm     5,0 m   22,2 cm
17,2 cm     5,5 m   24,4 cm
18,8 cm     6 m   26,7 cm

 

    1: 32     Original    1: 22,5
                 
21,9 cm     7 m   31,1 cm
25,0 cm     8 m   35,6 cm
28,1 cm     9 m   40,0 cm
31,3 cm     10 m   44,4 cm
34,4 cm     11 m   48,9 cm
37,5 cm     12 m   53,3 cm
40,6 cm     13 m   57,8 cm
43,8 cm     14 m   62,2 cm
46,9 cm     15 m   66,7 cm
62,5 cm     20 m   88,9 cm
78,1 cm     25 m   111,1 cm
93,8 cm     30 m   133,3 cm
109,4 cm     35 m   155,6 cm
125,0 cm     40 m   1,78 m
140,6 cm     45 m   2,00 m
156,3 cm     50 m   2,22 m
1,88 m     60 m   2,67 m
2,19 m     70 m   3,11 m
2,50 m     80 m   3,56 m
2,81 m     90 m   4,00 m
3,13 m     100 m   4,44 m


Gipsabgüsse ohne Luftblasen

Gipsabgüsse weisen nach dem Durchtrocknen häufig eingeschlossene Luftblasen auf, insbesondere wenn sie eine gewisses Volumen überschreiten, z.B.  2 x 2 x 2cm. Diese Luftblasen fallen leider häufig erst dann unangenehm auf, wenn man den Gips entformt. Dann nämlich ist an einer Stelle plötzlich ein Loch im Gips oder in der Oberfläche hat sich eine Beule gebildet, weil die darunter liegende Luftblase nicht mehr durch den gerade aushärtenden Gips an die Oberfläche kam.

Mein Tip:

a. Die Gipsform muss nach dem Einfüllen des Gips' permanent mit kleinen Erschütterungen oder durch Rütteln in Bewegung gehalten werden, bis der Gips weitgehend ausgehärtet ist. 

b. Versucht mal eine dieser batterie-betriebenen Zahnbürsten aus dem Drogeriebedarf (ca. 4,95 €), entfernt alle Borsten und verklebt den Stiel und die Löcher mit Sekunden-Kleber-Gel. Nachdem der Gips in die Form eingefüllt wurde, haltet Ihr bis kurz vor dem Aushärten den Bürstenkopf mit eingeschalteter Bürste in die gerade aushärtende Gipsmasse. Die Erschütterungen lassen alle Luftblasen nach oben steigen. Bitte unbedingt zuvor Versuche machen!

c. Schnell härtenden Dental-Gips benutzen (bzgl. Lieferadressen bitte eine e-Mail an mich schreiben, rgedack@aol.com )



Skizze vor dem Bauen

Bevor Ihr anfangt, eine Anlage oder auch nur ein Gebäude zu bauen, denkt daran, unbedingt zunächst eine Skizze der zu bauenden Sache anzufertigen.

Dabei kommt es überhaupt nicht auf Schönheit und tolle Zeichenkünste an. Vielmehr verlangt eine Skizze ein bisschen Nachdenken. Und beim Nachdenken verfestigen sich die Gedanken und man bemerkt ggf. Fehler, die sich einschleichen könnten. Auf jeden Fall ermittelt Ihr auf diese Weise alle Ausstattungs-Teile, die Ihr in das Modell einbauen wollt. So kann man frühzeitig nach diesen Ausschau halten oder sie besorgen. Ich sammele über Jahre hinweg Einzelteile für die Modelle, die ich in Planung habe  - von Modell-Bierflaschen bis zu den Ideen, wie ich die Innenbeleuchtung ausführen werde. Ein Grundriss hilft obendrein, die Größe abzuschätzen und zu überlegen, wo und wie ich das Teil auf der Anlage oder in dem Diorama später einbinden will.



Das Vorbild studieren:                                                       Schaut auf Gebrauchsspuren, Verwitterung, Farben, Formen.

Reinhard Gedack Producing

Deichstraße 35 · 20459 Hamburg

+49 172 20 50 008 · rgedack@aol.com